Theo Kraus und Dr. Renate Köhler-Kraus

Es kommt auf Kontakte, Begegnungen und gemeinsame Erfahrungen an. Wenn Messianische Juden merken, dass  wir es ernst meinen mit der Gemeinschaft, dann lassen sie sich darauf ein. Das kann ein längerer Weg sein. (Renate)

Ich erlebe, dass die Angst vor Antisemitismus unsere Gemeinschaft mit messianischen Juden nicht blockiert. (Theo)

Die jüdischen Ausprägungen des Glaubens an Jesus, wie wir sie bei Messianischen Juden erleben, sind zugleich bereichernd und fremd: alttestamentliche Regeln wie z.B. die Reinheitsgebote (Kaschruth) kennen sie nicht; oder: sie feiern Pessach statt Ostern, mit Freude, ohne einen dunkeln Karfreitag. Diese Spannung gilt es auszuhalten und die Unterschiede ernst zu nehmen. Was können wir lernen aus ihrer Art Jesus zu feiern? (Theo) Krauss.

Antisemitismus und Antijudaismus überwinden wir nur, wenn Gott unser Herz verwandelt: dass wir alle Juden, nicht nur die Messianischen, als Angehörige des von Gott erwählten Volkes erkennen und sie lieben, wie Gott sie liebt. (Renate)

Nachfolge Jesu des Messias bedeutet, dass Juden und Nichtjuden gemeinsam seine Versöhnungskraft bezeugen- wie „ein Mann“ (Eph 2). Durch die gleiche Sicht auf Jesus entsteht Gemeinschaft zwischen einem Nichtjuden und einem Juden. Wir feiern deshalb z.B. gemeinsam Abendmahl am kirchlichen Gründonnerstag, sind miteinander im Lobpreis vor Gott und orientieren uns an der Ordnung der Sederfeier. (Theo)

Wenn wir im kleinen Rahmen persönlicher Beziehungen Versöhnung praktizieren, kann das ausstrahlen in unser gesellschaftliches Umfeld. (Renate)