Überblick

Hin zu einem zweiten Jerusalemer Konzil


„Das Heil kommt von den Juden“ (Johannes Evangelium 4,22)

DER ANFANG

TJCII gründet auf der Vision von Marty Waldmann, Leiter der messianische Synagoge „Baruch Ha Shem“ in Dallas, Texas: Die älteste Spaltung der Kirche, nämlich die zwischen jüdischen und nicht-jüdischen Gläubigen an Jesus, braucht Heilung und Versöhnung. Die Überwindung dieser und anderen Spaltungen in der Kirche fördert die Verkündigung des Evangeliums. Im eingebetteten Link finden Sie mehr darüber: Der Anfang – Toward Jerusalem Council II (tjcii.de)

Seit der Veröffentlichung dieser Vision 1995 wurden weltweit und auch in Europa nationale TJCII-Initiativen gegründet  (einen weiterführenden Link finden Sie hier). Die deutschsprachigen Gruppen aus  Österreich, der Schweiz und Deutschland haben sich 2020 zusammengeschlossen zu TJCII-D-A-CH. TJCII Deutschland besteht seit 2005 als Initiative von Albrecht Fürst zu Castell-Castell. Bei jährlichen Treffen konnten sich Christen und Messianische Juden begegnen und kennenlernen. Seit 2012 fanden solche Treffen in München, Lichtenfels-Trieb und Wallhausen/Nahe statt. 

Unser Ziel

Wir beten  und arbeiten für ein zweites Konzil  in Jerusalem, auf dem die Gemeinschaft von Juden und nicht-Juden, die an Jesus glauben, in Einheit und Liebe wieder hergestellt und verkündet werden soll.

Wie beim ersten Jerusalemer Konzil Apg. 15 den nicht-jüdischen Gläubigen keine Konversion zum Judentum auferlegt wurde, soll bei diesem Zweiten Konzil offiziell die jüdische Ausprägung des Glaubens an Jesus anerkannt werden. So nehmen sich die Gläubigen „aus der Beschneidung“ und die „aus den Heiden“  gegenseitig mit ihren unterscheidbaren Identitäten an –versöhnt durch Jesus den Messias, Mit  dieser Versöhnung  wird das Werk des Messias zum Ziel kommen und sein zweites Kommen vorbereitet.

Worauf es uns ankommt

  • TJCII ist primär eine Initiative des Gebets: wir erwarten, dass Jesus Christus als der Herr der Kirche seine Identität als Messias Israels offenbart und so Juden und Nichtjuden unter seiner Regie zusammenführt.
  • Juden, die an Jesus glauben, wollen ihre jüdische Identität nicht gegen eine kirchliche tauschen. Da Gottes Bund mit Israel nicht hinfällig ist, stehen gerade Juden, die an Jesus glauben, in der besonderen Verantwortung, in der Nachfolge Jesu jüdisch zu leben. Wenn sie andere Juden einladen, sich ihnen anzuschließen, bedeutet dies gerade keine Abkehr von ihrer jüdischen Identität.
  • Kirche zieht aus der Offenbarung Gottes an Israel ihre Lebenskraft. Sämtliche Transformationen in nicht-jüdische Lebenskontexte lassen die ursprünglichen Grundmuster des Glaubens erkennen: wir sprechen Gott als unsern Vater an, sind im Bund mit ihm, empfangen seinen Heiligen Geist. Ostern ist aus dem Pessach abgeleitet, Pfingsten von Schawuoth, Bußtage vom großen Versöhnungstag Jom Kippur- und der Sonntag vom Schabbat.
  • Wenn schon Christen und Juden gemeinsam UNSERN VATER, UNSERN KÖNIG, UNSERN VATER IM HIMMEL  ansprechen und ehren können, wenn wir Psalmen ohne Änderung des Wortlauts gemeinsam sprechen können –um wie viel mehr  ist das gemeinsame Gotteslob mit Juden möglich, die an Jesus glauben!
  • Versöhnte Einheit wird in der gemeinsamen Hinwendung zum Vater wahrnehmbar für Augen und Ohren. Was muss geschehen, damit dies öffentlich passiert und in unsere Gesellschaft hinein wirksam wird als Zeichen der Hoffnung?

Wenn du nämlich aus dem von Natur wilden Ölbaum herausgehauen und gegen die Natur in den edlen Ölbaum eingepfropft wurdest, dann werden erst recht sie als die von Natur zugehörigen Zweige ihrem eigenen Ölbaum wieder eingepfropft werden.- Römerbrief 11,24.

Unser Weg

TJCII macht die traditionellen und neuzeitlichen Kirchen auf die Existenz der Messianischen Juden aufmerksam und erinnert unsere Kirchen an die jüdischen Wurzeln.

Begegnungen mit Messianischen Juden verlangen nicht nur, die Geschichte der Kirchen mit den Juden insgesamt ernst zu nehmen, sondern ermöglichen die Versöhnung von Juden und nicht-Juden durch Jesus Christus. Im gemeinsamen Lob Gottes wird die versöhnte Einheit sichtbar, obwohl die Ausprägungen messianischen Lebens sich sehr vielfältig präsentieren.

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